Lebensmittel in Bioqualität und Naturprodukte erfreuen sich in der Schweiz immer grösserer Beliebtheit. Das liegt zum einen daran, dass Naturlebensmittel als gesünder gelten als die Produkte aus konventionellem Anbau. Zum anderen wollen viele Konsumenten aber auch etwas für die einheimische Wirtschaft tun, lokale Wirtschaftsstrukturen stärken und die kleinteilige Landwirtschaft unserer Schweiz schützen und erhalten, indem sie lokale Produkte konsumieren. Im gleichen Zuge schützen sie damit schliesslich auch die Umwelt und tun etwas gegen Ressourcenverbrauch. Wer braucht Äpfel aus Argentinien oder Kirschen aus der Türkei, wenn es diese auch aus Graubünden oder Zug gibt? Alles gute Gründe, auf Naturprodukte umzusteigen.

Es gibt aber noch ein weiteres Argument für Natur- und Biolebensmittel: Sie sind besser, ihre Qualität ist höher und das schmeckt man.

Warum ist natural besser?

Letztendlich trifft auf Pflanzen ebenso wie auf Tiere das eine zu: Sie brauchen Zeit, um sich zu entwickeln. So weiss jeder Hobbygärtner, der ohne Kunstdünger arbeitet, dass es seine Zeit dauert, bis die Mohrrüben, die Kartoffeln oder der Salat gewachsen sind, diese dann jedoch unvergleichlich besser schmecken als sämtliche konventionell angebauten Produkte. Gerade auch bei Tomaten ist der Unterschied frappierend – es gibt die Turbotomaten aus dem Gewächshaus in Holland oder Spanien, deren Wurzeln gar nicht mehr in Erde stehen, sondern nur noch in Nährlösung oder aber ehrliche Schweizer Biotomaten, reif gepflückt und innert ein oder zwei Tagen zum nächsten Bauernmarkt geliefert. Der Unterschied im Geschmack ist himmelweit

Den gleichen Vergleich können Sie zwischen einem Poulet anstellen, das in acht Wochen mit Kraftfutter gemästet wurde und einem Mistkratzer, der draussen war, auch Grünfutter, Würmer und Insekten bekam, was so vor seinem Schnabel landete, und zum Grosswerden ein halbes Jahr hatte. Das Fleisch des Naturpoulets schmeckt auf jeden Fall besser.


Bio Produkte (Bild: © Subbotina - photodune.net)
Bio Produkte (Bild: © Subbotina – photodune.net)

Egal ob Gemüse oder Fleisch, wenn diese langsam und ohne Kraftfutter oder Kunstdünger und sonstige Wachstumsbeschleuniger aufgewachsen sind, hatten sie mehr Zeit, Geschmack zu entwickeln, Inhaltsstoffe und Mineralien einzulagern. Dies ist auch der Grund, dass Schweizerkäse von den Bergen so viel besser schmeckt. Die Kühe bekommen auf den Alpen einfach besseres Futter, langsam wachsendes Berggras und -kräuter anstatt von überdüngtem Gras und Kraftfutter aus der Ebene.

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Inzwischen haben die grossen Schweizer Lebensmitteleinzelhandelsketten und Hersteller die Nachfrage erkannt und ihr Angebot entsprechend angepasst. Migros und Coop haben nun allesamt Naturlebensmittel in ihr Sortiment aufgenommen. Auch der Schweizer Kultgetränkehersteller Rivella bietet nun ein Bioprodukt, „Rivella Green“. Im Falle von Kaffee ist inzwischen in der ganzen Eidgenossenschaft Caffè Lattesso in ausgezeichneter Naturqualität zu haben. Der Eishersteller Frisco bietet alle Glace Coupes in „All Natural Qualität“ und nur mit Schweizer Rahm hergestellt. So macht Eis schlecken Spass!
Hier noch die Angebote der zwei grossen Ketten:

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Migros

Unter dem Label „Green Gourmet“ bietet Migros saisonale Rezepte an, für die Sie lediglich regionale und saisonal erhältliche Lebensmittel aus dem Sortiment von Migros benötigen. So ist bester Geschmack garantiert! Mit „Aus der Region. Für die Region.“ werden regionale Lebensmittel bezeichnet, die in der Region bleiben.

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Coop

Coop bietet inzwischen mehr als 1.600 Produkte der Reihe „Naturaplan“ an und ist somit praktisch Vollsortimenter im Bereich Naturlebensmittel, fast jedes konventionelle Lebensmittel lässt sich mit einer Bio-Alternative ersetzen.

Fazit:
Naturlebensmittel sind zwar teurer als ihre konventionellen Gegenstücke, schmecken aber auch besser. Man bekommt sie inzwischen ohne Probleme in der ganzen Schweiz, ein Traum für alle Liebhaber guten Essens!

  1. info@belmedia.ch'

    Top Artikel, danke gourmettipp.ch!

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