Gurken bieten viele Vorteile: Sie sind ganzjährig erhältlich, vielfältig einsetzbar, schmecken lecker und können darüber hinaus sogar als Beautyprodukt hervorragend genutzt werden.

Die wasserreiche, aber sehr kalorienarme Gurke spendet jede Menge gesunde Inhaltsstoffe und löscht mit ihrem extrem hohen Wasseranteil den Durst. Also ruhig auch mal zwischendurch ein paar Gurkenscheiben knabbern!

Das knackige Kürbisgewächs wirkt auch von aussen, als Maske, Packung und Inhaltsstoff verschiedener Lotionen und Cremes. Ob gross oder klein, gebogen oder gerade, die Gurke ist so vielseitig, dass sie einen Artikel in unserem Gourmet Magazin absolut verdient hat!

Woher stammt die Gurke eigentlich?

Es wird angenommen, dass die Gurke aus Ostindien stammt. In den Tälern des Himalayas wächst im subtropischen Klima eine bitter schmeckende Wildform des Fruchtgemüses. Die Bitterstoffe schützen die Wildgurke davor, von Tieren gefressen zu werden, bevor ihre Samen reifen. Bitterfreie Gurken wurden speziell gezüchtet. Schon aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. gibt es Abbildungen des Gemüses. Wahrscheinlich waren die Griechen die ersten, die bereits 500 v. Chr. geniessbare Gurken anbauten und auch die Römer liebten sie.

Bei uns werden Gurken erst seit dem Mittelalter angebaut. Das frostempfindliche Gemüse benötigt, um keimen zu können, mindestens 10 Grad. Das erschwerte zur damaligen Zeit eine erfolgreiche Ernte. Heute baut man Gurken rund um den Globus an.

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Es stecken überraschend viele wertvolle Stoffe unter der grünen Schale!

Gurken sind echte Allrounder

Gurken schmecken, sind erfrischend und passen auf jede Rohkostplatte. Was viele nicht wissen: Es stecken überraschend viele wertvolle Stoffe unter der grünen Schale! Zwar haben 100 g Gurke gerade mal 10 kcal, aber sie sind vollgepackt mit Vitaminen und Mineralstoffen. Besonders grosszügig liefert sie uns die Vitamine A, B1, E und C sowie die Mineralien Eisen, Silizium, Kalzium und Kalium.

Wer regelmässig frische Gurken isst, reinigt und entgiftet den Darm, verbessert die Eiweissverwertung, kann Nieren- und Blasenbeschwerden lindern, das Immunsystem sowie das Bindegewebe stärken und unterstützt eine Diät. Das ist aber noch nicht alles, denn Gurken kommen auch im Dienste der Schönheit zum Einsatz.

Gurken als Beautyprodukt

  • Nach einem heissen Sommertag freut sich die Haut über eine Gurkenmaske: Auf das gereinigte Gesicht Gurkenscheiben auflegen und eine Viertelstunde liegen lassen. Dadurch wird das Gesicht gekühlt und befeuchtet. Durch die Inhaltsstoffe des Gemüses ziehen sich die Poren zusammen und wird die Haut leicht entfettet und gereinigt.
  • Müde Augen freuen sich über eine Gurkenmaske. Die ist so einfach wie wirksam: Nach dem Abschminken dünne Scheiben auf die geschlossenen Lider legen und entspannen.
  • Das regelmässige Trinken von Gurkensaft kann Schwellungen von Füssen und Händen lindern. Gurken helfen ausserdem beim Entschlacken und unterstützen eine Diät.
  • Cremes, Lotionen und Gesichtswasser mit Gurke als Inhaltsstoff gibt es in jeder Drogerie. Ein herrlich frisches Gesichtswasser lässt sich aber auch ohne grossen Aufwand selber herstellen: Mit dem Mixer zerkleinert ihr eine ungeschälte kleine Salatgurke mit ½ l destilliertem Wasser, einer Messerspitze Vitamin C (Ascorbinsäure) und 1 EL Minzeblätter gründlich. Den Sud mit einem feinen Filter abseihen. Fertig ist ein wirksames Gesichtswasser, das ihr im Kühlschrank 4 – 5 Tage aufbewahren könnt.

Worauf Sie beim Einkauf und bei der Zubereitung achten sollten

Die Salatgurke kennt jeder. Andere Sorten werden vor allem als Konserve gekauft. Wie man Gurken selber süss-sauer, salzig oder feurig einmacht, wissen heute die wenigstens. Auch dass Gurken für leckere warme Gerichte taugen, ist relativ unbekannt.

Ich liste euch deshalb einige Gurkensorten auf und gehe jeweils kurz auf die Verwendung und Zubereitung ein:

Die bekannteste Variante: Salatgurke

Die bekannteste Vertreterin der Gurkenfamilie kann pur, eventuell mit etwas Salz bestreut, geknabbert werden. Sie eignet sich für kalte Gurkensuppen, gehört in ein Tsatsiki und passt in viele Salate.

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Salatgurke

Die Salatgurke mag keine Kälte. Zum Wachsen braucht sie Wärme, weshalb sie bei uns oft in Gewächshäusern gezogen wird. Bitte zur Lagerung niemals in den Kühlschrank legen!

Die Unbekannte: Schmorgurke

Diese Gurken sind dicker und haben eine gelblich-weiss gesprenkelte Schale. Ihr Fruchtfleisch enthält weniger Wasser und ist fester. Sie muss vor dem Kochen geschält werden, da die gekochte Schale etwas zäh ist.

Schmorgurken können überbacken und gefüllt werden und lassen sich auf vielerlei Art zubereiten. Sie eignen sich für Fleischgerichte wie auch für vegetarische Kost.

Die kleine Variante: Einmachgurke

Diese eher kleinen Exemplare haben eine „warzige“ Schale und sind nicht zum roh Essen geeignet. Wir finden sie selten in den Supermärkten, aber in den Sommermonaten sind sie auf allen Bauernmärkten erhältlich. Ihre kleinsten Vertreter sind die vor allem zum Raclette und als Dekoration auf Fleischplatten beliebten Cornichons.

Die beliebtesten Zubereitungen sind das Einlegen und Einmachen. Eingelegt in Essig oder milchsauer vergoren werden sie ohne grossen Aufwand zubereitet. Sie müssen eigentlich nur gründlich unter fliessendem Wasser abgebürstet werden. Und man braucht Geduld, denn der Gärprozess kann bis zu 6 Wochen dauern. Auch das Einmachen ist viel einfacher, als ihr vielleicht denkt:

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Minigurke

Der ideale Snack: Minigurke

Minigurken sieht man seit einiger Zeit in den meisten Gemüseabteilungen. Sie sind saftig, knackig und leicht süsser als die Salatgurke. Es handelt sich um eine spezielle Züchtung, ideal zum Mitnehmen für ein Picknick.

Die Alternative: Schlangengurke

Schlangengurken sind besonders aromatische, bogenförmige Salatgurken. Auch sie sind eher selten in den Läden anzutreffen. Sie passen perfekt in frische Salate und auf Rohkostplatten.
Ausser den hier genannten Gurkensorten gibt es exotische Arten. Diese findet ihr mitunter in asiatischen Läden.

Wissenswertes

Die kalorienarme Gurke ist beliebt, doch sollten einige Hinweise bedacht werden, um Verdauungsprobleme zu vermeiden. Während einer Durchfallerkrankung ist vom Verzehr abzuraten, Darmbeschwerden können sich auch einstellen, wenn die Gurke nicht ausreichend gekaut wird. Empfindliche Personen können auf übermässigen Gurkengenuss mit Blähungen reagieren.

Gurkenschalen können, wenn sie unbeschädigt und frisch sind, mitgegessen werden. Natürlich muss die Gurke gründlich gewaschen werden. Zum Schälen solltet ihr darauf achten, dass dies immer von der Blüte zum Stiel erfolgt. Gurkensalat muss rasch serviert werden, denn er zieht schnell Wasser.

Artikel von: Redaktion gourmettipp.ch
Bild: Shutterstock.com

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