Die Bevölkerung in der Schweiz (8.47 Mio.) konsumierte im vergangenen Jahr 2016 insgesamt 186’756 Tonnen Käse. Das sind 6’000 Tonnen mehr als im Vorjahr und entspricht einer Zunahme von 560 Gramm pro Kopf oder 2.6%. Mit 22.05 Kilogramm ist die Schweiz eine Nation von Käseliebhabern.

Beliebter Frischkäse

Seit Jahren verändern sich die Konsumgewohnheiten in der Schweiz. Beim Käse ist eine Zunahme des Konsums von Frischkäse und Quark festzustellen. Von Produkten wie Mozzarella (3.4 kg pro Kopf) und Quark (2.4 kg pro Kopf) konnten in den vergangenen zehn Jahren pro Kopf 1.6 Kilogramm oder 25 Prozent mehr abgesetzt werden. Während Halbhartkäse in der gleichen Zeitperiode um 490 Gramm zulegen konnte, hat der Konsum von Hartkäse um 680 Gramm abgenommen. Auf tieferem, aber stabilem Niveau liegt mit 760 Gramm pro Kopf der Konsum von Extrahartkäse. Spezialitäten wie Schaf- und Ziegenkäse erfreuen sich, trotz relativ hohem Preis, zunehmender Beliebtheit bei den Konsumenten.



Pro-Kopf-Konsum gestiegen

Käse erfreut sich bei den Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten weiterhin grosser Beliebtheit. Gegenüber 2015 wurden pro Person 560 Gramm mehr Käse genossen, was einer Steigerung von 2.6% entspricht. Allerdings ist als Folge des starken Schweizer Frankens in den letzten zehn Jahren der Importanteil des konsumierten Käses von 23 auf 31 Prozent angestiegen. Umso erfreulicher, dass bei den drei Produktegruppen Frischkäse, Halbhart- und Hartkäse die Herkunft Schweiz (Swissness) besonders berücksichtigt wird. Neben regionalen Spezialitäten bevorzugen Herr und Frau Schweizer unter anderen Appenzeller®, Tilsiter®, Raclette Suisse®, Freiburger Vacherin AOP, le Gruyère AOP, Emmentaler AOP und Walliser Raclette AOP.


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Die Verbrauchszahlen werden vom Schweizer Bauernverband (SBV Agristat) aufgrund der Daten von TSM Treuhand GmbH, der Oberzolldirektion OZD sowie der Schweizer Milchproduzenten SMP berechnet und zusammen mit Switzerland Cheese Marketing AG publiziert. Die Zahlen sind Bestandteil der „Milchstatistik der Schweiz 2016“, welche im Herbst 2017 erscheinen wird.

*provisorische Zahlen

Artikel von: Landwirtschaftlicher Informationsdienst LID
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