Honig als Nahrungsmittel hat eine lange Tradition, wie schon die Steinzeitjäger bewiesen, die ihn zum Süssen benutzten und bei der Bärenjagd als Köder einsetzten. Im Alten Ägypten war die „Speise der Götter“ eine kostbare Beigabe in den Pharaonengräbern. Und den Athleten wurden bei den antiken Olympischen Spielen Honigwasser gereicht, um ihre Leistung zu steigern. Gesund und gehaltvoll

Bis heute hat der Honig nichts an Bedeutung verloren, was auch für den beliebten Schweizer Honig gilt. Er besticht durch seine helle Farbe, eine cremige Substanz und sein unvergleichliches Aroma. Mit seinem milden Geschmack, den er durch die verschiedenen Wald- und Wiesenblumen erhält, wird er jedem kritischen Feinschmecker standhalten. Honig gehört zu den wenigen Nahrungsmitteln, die zu hundert Prozent naturbelassen sind. Er besteht aus Wasser, Zucker, Organischen Säuren, Enzymen und Mineralstoffen. Zudem hat Honig einen hohen Nährwert, enthält Vitamine und ist mit seinem natürlichen Frucht- und Traubenzucker eine wichtige Energiequelle für das Gehirn und die Muskeln. Regelmässig eingenommen, fördert Honig außerdem die Aufnahme von Kalzium und Magnesium. Da Honig schon Gegenstand zahlreicher Studien war, sind auch seine Eigenschaften als Heilmittel belegt. Er ist bekannt für seine blutdrucksenkenden und herzschützenden Effekte. Und Honig wirkt selbst dort, wo Antibiotika versagen: bei der Wundheilung. Honigverbände gehören in manchen Kliniken bereits zum Standard. Ein Klassiker bei Erkältungskrankheiten ist natürlich die heisse Milch mit Honig, die ihre heilsame Wirkung gegen Halsschmerzen und Husten entfaltet. Noch wirksamer wird der Gesundheitstrank, wenn Sie Tee statt Milch nehmen. Allerdings dürfen weder Tee noch Milch zu heiss werden, denn ab 40 Grad verliert der Honig seine wertvollen Eigenschaften. Die Japaner schwören übrigens vor dem Schlafengehen auf ein Glas lauwarmes Wasser mit geschmolzenem Honig. Erholsamer Schlaf sei so garantiert.

Schön mit Honig

Der Legende nach pflegte Kleopatra ihre Schönheit, indem sie in Eselsmilch und Honig badete. Tatsächlich sorgt Honig für eine zarte Haut und bringt sie zum Strahlen, da er die Feuchtigkeit bindet. Eine Honig-Maske – zwei bis drei Esslöffel auf dem Gesicht verteilen – verhilft der Haut zu neuer Elastizität. Für ein Peeling einen Esslöffel Honig mit einer Tasse Quark mischen, dazu drei Esslöffel Salz geben. Die feuchte Haut damit massieren und lauwarm abspülen. Eine Wohltat für den Teint. Durch die antibakterielle Wirkung eignet sich Schweizer Honig auch zur sanften Reinigung. Raue, aufgesprungene Lippen sind für Honig ebenfalls dankbar.


Honig - Cremige Süsse und duftendes Aroma (Bild: ivanmateev / photodune.net)
Honig – Cremige Süsse und duftendes Aroma (Bild: ivanmateev / photodune.net)

Phantasievoll in der Küche

Es gibt also viele Gründe, immer Schweizer Honig als Vorrat im Hause zu haben. Denn nicht viele Nahrungsmittel sind so gesund und gleichzeitig so schmackhaft. Die einfachste Form, ihn zu geniessen, ist zweifellos der Brotaufstrich. Wenn sich das flüssige Gold sich mit dem Frühstücksbrötchen vermählt, kann der Tag nur noch gut werden. Feinschmecker kennen jedoch noch ganz andere Verwendungsmöglichkeiten in der Küche: Zum Backen, Marinieren, für Salatdressings, Sossen, Puddinge und natürlich zum Süssen ist Honig unschlagbar. Zur Abrundung von warmen Speisen, den Honig erst nach der eigentlichen Kochzeit zugeben, um seine Inhaltsstoffe durch die Hitze nicht zu zerstören. Falls Sie ein romantisches Essen planen, versuchen Sie doch einmal folgendes: Eine voll erblühte Rose, die stark duften darf, auf einen Teller legen. Auf der Blüte einen Klacks Ziegenfrischkäse drapieren und darüber flüssigen Honig träufeln. Von einer Chilischote ein paar sehr feine Ringe abschneiden und über den Honig streuen. Sie sollten mindestens zwei Stunden warten, bis sich die verschiedenen Aromen miteinander vermischt haben. Insofern lässt sich das gut vorbereiten.

 

Beitragsbild: © grafvision – photodune.net

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