Ein Gourmet legt Wert auf eine gute Küche und ausgezeichnetes Essen. Hochwertige Zutaten werden sorgfältig zubereitet und liebevoll angerichtet. So wird gutes Essen für den, der es schätzt, zu einem echten Genuss.

Mehr als Rösti und Fondue

Ob als Hobbykoch am heimischen Herd oder als Gast in einem Gourmet Restaurant – fein essen in der Schweiz kann der Gourmet in allen 26 Kantonen. Feinschmecker finden in der Schweiz eine herrliche Vielfalt an regionalen Küchen. Viele Gourmet-Restaurants des Landes setzen auf eine gekonnte Interpretation der bodenständigen Spezialitäten. Gourmets können in guten Restaurants jedoch auch die Haute cuisine nach französischem Vorbild genießen.

Manche Menschen behaupten, es gäbe gar keine Schweizer Küche. Zu unterschiedlich wären die Einflüsse Italiens, Süddeutschlands, Österreichs oder Frankreichs. Doch einige Gerichte sind in der ganzen Schweiz beliebt. Dazu zählen Zubereitungen aus Kartoffeln. Es heißt, es gäbe nirgends so viele verschiedene Speisen aus Kartoffeln wie in der Schweiz. Natürlich wandern auch in den einzelnen Schweizer Kantonen vor allem die regionalen Produkte in den Kochtopf. Aus diesen herzhaften und süßen Alltagsgerichten haben sich berühmte Speisen wie die Berner Platte aus dem gleichnamigen Kanton, die Älplermagronen im Kanton Uri, die Busecca im Tessin, das Zürcher Geschnetzelte oder die Zuger Kirschtorte auch für Genießer zu begehrten Bissen entwickelt.

Kleiner kulinarischer Streifzug durch die Schweiz

Das Appenzell

Berühmt ist die Schweiz in der ganzen Welt durch ihre große Vielfalt an hier produzierten Käsesorten. Der Appenzellerkäse gehört zu den bekanntesten Käsespezialitäten. Er eignet sich gut als Tafelkäse. Der Appenzeller gibt jedoch auch Fondues oder Raclettes einen wunderbaren würzigen Geschmack.

Restaurant und Hotel Appenzell

Der Kanton Bern

Neben der deftigen Berner Platte hat das Berner Land auch etwas Süßes zu bieten: Als Dessert wird hier nach einem ausgezeichneten Essen gern ein luftiges Schaumgebäck aus gezuckertem Eischnee serviert. Die Meringuen oder Baisers werden im Ofen mehr getrocknet als gebacken. Das feine Dessert wird mit geschlagener Sahne und Früchten gefüllt.

Restaurant und Hotel Bern

Graubünden

Die Bündner Nusstorte ist eine Spezialität aus einem Mürbeteig, der mit karamellisierten Walnüssen gefüllt wird. Viele Hausfrauen, Bäcker und Gastronomen in den Restaurants haben ein eigenes, gut gehütetes Rezept für die Nusstorte.

Restaurant und Hotel Graubünden 

Der Kanton Luzern

Berühmt ist die Luzerner Chügelipastete in der ganzen Schweiz. Der Name bezieht sich wohl darauf, dass die meisten der Zutaten zu diesem Gericht in kugeliger Form auf den Teller kommen. In der Innerschweiz wird das benötigte Brät aus Schweinefleisch bereits in Kugelform angeboten. Dazu kommt ein feines Kalbsfrikassee mit Champignons und marinierten Rosinen. Die zubereitete Füllung wird in eine Pastete aus Blätterteig gefüllt und mit Beilagen serviert.

Restaurant und Hotel Luzern

Der Kanton Genf

Mit Fisch aus dem Genfer See wartet die Küche des Kantons auf. Der „Omble chevalier in Sauce genevoise“ ist ein Saibling in Genfer Sauce. Für die feine Sauce wird der Sud, indem der Fisch sanft gegart wurde, mit etwas Wein und Rahm verfeinert, leicht gebunden und mit zwei Eigelben legiert.

Der Kanton Tessin

Auch verwöhnte Zungen schätzen eine Busecca, die berühmte Tessiner Kuttelsuppe. Gern gegessen wird im Tessin jedoch auch eine Polenta. Hier im Kanton Tessin spürt man nicht nur klimatisch, sondern auch auf den Tellern den italienischen Einfluss. Der Maisbrei muss lange gerührt werden, bis eine perfekte Polenta entsteht. Auch wenn die Zutaten dafür einfach sind, bedarf es doch einiges an Zeit und Geduld, bis die Polenta die richtige Konsistenz hat.

Restaurant und Hotel Tessin

Der Kanton Freiburg

Wenn es draußen kalt und ungemütlich ist, schätzt man die wohltuende Wirkung einer heißen Suppe besonders. Im Kanton Freiburg wird in diesem Fall eine kräftige Fleischsuppe gekocht, die hier Pot-au-feu genannt wird. Der „Topf auf dem Feuer“ hat in Europa viele Verwandte wie das Wiener Siedfleisch oder ein italienisches Bollito misto. Die Brühe wird extra serviert. Das Fleisch, zusammen mit Karotten und Sellerie gegart, wird mit Senf, Preiselbeeren, Meerrettichsoße und süßsauren Zwetschgen als Hauptgericht verspeist.

 

Beitragsbild: © Luiz Rocha – Shutterstock.com

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