Köche, die der «GaultMillau 2015» besonders auszeichnet.


Koch des Jahres:
Peter Knogl, «Les Trois Rois», Restaurant Cheval Blanc, Basel (19 Punkte)

«Koch des Jahres» war er schon mal (2011). Aber jetzt setzt GaultMillau noch einen drauf: «Koch des Jahres» und 19 Punkte! Argumente für den Aufstieg in die Champions League? Kreationen, die schnell zu Klassikern werden. Saucen und Jus von ungeahnter Tiefe. Eine schon fast unheimliche Konstanz. Peter Knogl ist ein stiller, echter Star.

Köchin des Jahres:
Bernadette Lisibach, «Neue Blumenau», Lömmenschwil SG (16 Punkte)

«Lisi» nennt sich Frau Lisibach selber, und im Geschäft ist sie schon länger. In Lömmen­ schwil erstmals auf eigene Rechnung! Bernadette Lisibach, am Herd enorm fleissig
und leidenschaftlich, macht’s auf ihre Art: Luxuriöse Produkte kann sie sich kaum leisten. Dafür das Beste aus der Region.

Aufsteiger Jahres in der Deutschschweiz:
Christian Geisler, «Der Kunsthof», Uznach SG (17 Punkte)

Wo Geisler kocht, geht’s den Gourmets gut. Die letzten Jahre in Zermatt («Heimberg»), die nächsten Jahre in Uznach, vor den Toren Zürichs. Seine Küche im «Kunsthof» ist tatsächlich kunstvoll. Die Menüs sind durchdacht, einzelne Gänge von langer Hand vor­ bereitet, vieles von unglaublicher Leichtigkeit. Hochbegabt eben.

Aufsteiger des Jahres in der Romandie:
Jérôme Manifacier, «Hôtel de la Paix», Restaurant Vertig’O, Genf (17 Punkte)

Die Genfer Fünfsternehotellerie hat die grosse Küche (wieder­)entdeckt. Kaum ein Luxus­ hotel mehr, das sich nicht ein Toprestaurant leistet! Das «Hôtel de la Paix» landet einen Glückstreffer: Jérôme Manifacier ist im «Vertig’O» der Chef. Der Gérard­Rabaey­Schüler kocht mit Esprit, inspirierter Leichtigkeit und einer Prise Humor.

Aufsteiger des Jahres im Tessin:
Salvatore Frequente, «Eden Roc», Restaurant La Brezza, Ascona TI (17 Punkte)

Kochbücher sind nicht ihr Ding. Echte sizilianische Köche kochen weniger nach Schul­ rezept, viel mehr aus dem Bauch heraus und in den Grundzügen so, wie sie es zu Hause bei der «famiglia» mitgekriegt haben. Salvatore Frequente verlässt sich auf seine Intuition.
Er veredelt und verfeinert die Küche des Südens. Meisterhaft.

Entdeckung des Jahres in der Deutschschweiz:
Cornelius Speinle, «Dreizehn Sinne im Huuswurz», Schlattingen TG (15 Punkte)

Eine echte Entdeckung! Cornelius Speinle kocht in seinem kleinen Restaurant bei Schaff­ hausen nach eigenen Regeln, mit einem recht eigenwilligen Stil. Aber die Basis ist solid: Der junge Chef ist gut ausgebildet, weit gereist. Also kann man sich getrost einlassen auf sein Menü der «Dreizehn Sinne».

Entdeckung des Jahres in der Westschweiz:
Mathieu Bruno «Paysan Horloger», Le Boéchet JU (14 Punkte)

GaultMillau entgeht (hoffentlich) nichts! In den Franches­Montagnes, abseits der grossen Ballungszentren, entdeckten wir das «Paysan Horloger». Ein kleines Hotel. Ein kleines Restaurant. Ein Koch mit viel Talent: Mathieu Bruno verblüffte uns mit einem raffinierten Menü. Kleines Uhrenmuseum im Haus!

Sommelier des Jahres:
Jérôme Aké Béda, «Auberge de l’Onde», Saint-Saphorin VD (15 Punkte)

Sein Buch trägt einen ungewöhnlichen Titel: «99 Chasselas, die Sie noch trinken müssen, bevor Sie sterben». Geschrieben hat’s kein in die eigenen Reben verliebter Vaudois, sondern ein freundlicher Mann von der Elfenbeinküste: Jérôme Aké Béda, ein erstklassiger Weinkenner und sympathischer Sommelier. Ein «Sommelier des Jahres»!

The CigarMan of the Year:
Bernd Schützelhofer, «Paul’s», Widnau SG (16 Punkte)

Dass Bernd Schützelhofer ein grosser Koch ist, hat er jahrelang in Pontresina bewiesen. Jetzt verwöhnt er die Gourmets im Rheintal. Und die Raucher dazu: Sie werden in gleich zwei Smoker’s Lounges und in einem Smoker’s Club umsorgt und verwöhnt. GaultMillau und Davidoff freut’s: Schützelhofer ist «The CigarMan of the Year».

Schweizer Star im Ausland:
Stefan Trepp, «Mandarin Oriental Bangkok», Bangkok

Zwei Zahlen: Der Bündner Stefan Trepp ist 33 Jahre jung. Und seine Brigade 322 Mann gross! «Chef Stefan» schmeisst die vielen Küchen des legendären «Mandarin Oriental Bangkok». Mit viel Klasse, Organisationstalent und riesiger Kondition. Sein Nebenjob? Er ist auch Leibkoch Seiner Majestät, des Königs von Thailand.

Hotel des Jahres:
«Park Hotel», Vitznau LU, 17 & 16 Punkte

15 Punkte braucht’s mindestens, um bei GaultMillau «Hotel des Jahres» werden zu können. Im «Park Hotel» sind’s 33! Direktor Urs Langenegger hat für sein 300 Millionen schweres Traumresort zwei hochbegabte Chefs engagiert: Nenad Mlinarevic und Christian Nickel. Sie teilen sich einen Weinkeller mit 32 000 Flaschen!

GaultMillau Guide Schweiz 2015 – Ab sofort erhältlich

Mit Sonderteil «Die 100 besten Schweizer Winzer», «Die 100 besten Schweizer Hotels» 840 Restaurants getestet, bewertet und kommentiert 552 Seiten + 4 Seiten Umschlag, 7 Stadtpläne, Übersichtskarte Schweiz.

Erhältlich bei Ringier AG, Zofingen oder in jeder Buchhandlung für CHF 52.–
ISBN 978­3­9524183­1­4

Ihr Kommentar