Basilikum wird schon seit Jahrhunderten verwendet, in die Schweizer Küche fand es allerdings erst später Eingang. Das ursprünglich aus Asien stammende Basilikum ist nicht nur als Lebens-, sondern auch als Heilmittel bekannt.

Das Basilikum ist seit über tausend Jahren bekannt, damals allerdings noch nicht in der Schweizer Küche: Ursprünglich stammt es aus den warmen Regionen Asiens. Über seine Heimat ist nichts Genaues bekannt, vermutet wird, dass es zuerst in Indien Verwendung fand. Dort war es nicht nur als Gewürz, sondern vor allem als Heilpflanze bekannt.

Über Persien soll es schliesslich nach Italien gelangt sein und sich von da ausgehend über Europa verteilt haben. Inzwischen ist es in immer mehr Gärten oder Balkonkübeln zu sehen, denn fast jeder liebt dieses königliche Kraut. Ich habe auch schon Tipps zum Sammeln von Basilikum gelesen, aber selber noch kein wild wachsendes in der Schweiz gefunden

Der Name Basilikum stammt übrigens aus dem Griechischen und bedeutet tatsächlich „königlich“. Basilikumfans schätzen die grosse Vielfalt. Es gibt nämlich nicht nur die grossblättrige grüne Sorte, sondern auch eine kleinblättrige, zudem sind auch rötliche und purpurne Arten erhältlich. Diese sind unter der Bezeichnung Rubinbasilikum bekannt. Seltener zu finden, aber ebenso ein Genuss, sind Zitronenbasilikum, Kubanisches Basilikum und krauses Basilikum. Sie können alle Sorten selber aussäen und frisch von Ihrer Terrasse oder dem Fensterbrett ernten.


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Basilikum und Tomaten passen hervorragen zusammen.

Tomaten ohne Basilikum sind wie Standurlaub ohne Sonne. Die grünen Blättchen gehören zu einem Tomaten-Mozzarella- Salat ebenso dazu, wie sie auch aus einer Tomatensuppe oder –sosse mit ihrem unvergleichlichen Aroma ein kulinarisches Highlight machen. Basilikum zeigt sich aber noch wesentlich vielseitiger: Viele Gemüse-, Fleisch- oder Pastagerichte bekommen durch das Kraut eine besondere Note. Auch Kräuterbutter mit Basilikum ist sehr fein.

Leider verliert das Basilikum, wenn es getrocknet wird, sehr an Würzkraft. Deshalb sollten, wann immer möglich, frische Blättli verwendet werden. Zupfen Sie diese bitte nicht einzeln ab, besser ist es, die Triebspitzen abzuschneiden. So stellen Sie sicher, dass die Pflanze neu austreiben kann und mit der Zeit immer buschiger wird. Wenn Ihr Basilikum sich zu rasch vermehrt und keinen Platz mehr hat, muss es geteilt und umgetopft werden.

Um es haltbar zu machen, können Sie es in Öl einlegen. Kurzfristig kann es in einem Plastikbeutel im Kühlschrank aufbewahrt werden. Wenn Sie loses, frisches Basilikum in den Beutel tun, blasen Sie in diesen Luft hinein und verschliessen ihn fest. Das ist die leichteste Möglichkeit, ihn einige Tage frisch zu halten. Noch besser wäre es allerdings, einen Topf mit dem Kraut auf die Fensterbank zu stellen. So steht es auch in den Wintermonaten und darüber hinaus immer frisch zur Verfügung.

Beim Kochen gehen Farbe und Aroma verloren, deshalb sollte Basilikum gar nicht, oder nur sehr kurz, mitgekocht werden. Obwohl das Kraut inzwischen jedem, der gerne kocht und isst, bekannt ist, weiss man in unserer Region nicht viel über seine Heilwirkung. Die Gewürzpflanze hat eine wohltuende, stärkende Wirkung auf die Verdauungsorgane und beruhigt die Nerven. Manche Migräne Patienten berichten von einer Linderung der Beschwerden. Deshalb lohnt sich ein Blick auf die Inhaltsstoffe und Anwendungsmöglichkeiten: Das Basilikum enthält unter anderem ätherische Öle, Menthol, Kampfer, Thymol, Gerbstoffe und Flavonoide.

Ein Basilikumtee nach dem Essen regt die Verdauung an. Der Tee wirkt beruhigend und findet vor allem in der Frauenheilkunde Anwendung: Er hat einen positiven Einfluss auf die Menstruation, lindert Krämpfe und fördert die Regelmässigkeit der Blutungen. Manche Frauen schwören auf Basilikum während der Wechseljahre. Der Inhaltsstoff Beta-Sitosterol ist dem Östrogen ähnlich und kann einen leichten Mangel an diesem Hormon ausgleichen. Da Basilikumtee auch den Eisprung fördert, darf er während einer Schwangerschaft nicht getrunken werden!
Das ätherische Basilikum-Öl wird äusserlich angewendet. Es lindert, direkt auf die Haut aufgetragen, den Juckreiz von Mückenstichen und, in einer Duftlampe angewendet, Migräne und Nervosität.


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Basilikum wird schon seit Jahrhunderten verwendet, in die Schweizer Küche fand es allerdings erst später Eingang.

Basilikum kommt auch in der Naturkosmetik zum Einsatz. Es eignet sich gut als Zusatz für Naturseife. Sie finden diese vor allem auf Märkten, können Sie aber auch selbst herstellen. Dafür wird getrocknetes Basilikum direkt in den Seifenleim eingerührt. Basilikumseife verströmt dank des ätherischen Öls den feinen Duft des Krautes. Sie wirkt belebend und beruhigt gleichzeitig wunde, entzündete und juckende Haut. Das Öl des Krautes kann auch direkt ins Badewasser gegeben werden.

Basilikum ist eine typische Zutat für das klassische Pesto. Wussten Sie schon, dass Sie dieses ganz einfach selber herstellen können? Für das Grundrezept eines klassischen Basilikum-Pestos benötigen Sie:

  • 100 g frische Basilikumblätter
  • 50 g Petersilienblätter
  • 50 g Pinienkerne
  • Je 50 g Pecorino und 50 g Parmesan, beide fein gerieben
  • 2 abgezogene Knoblauchzehen
  • ½ Teelöffel Salz
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • 130 ml Olivenöl

Alle Zutaten, ausser dem Zitronensaft und dem Olivenöl pürieren Sie in einem hohen Gefäss. Dann geben Sie zuerst die Zitrone und danach langsam, in einem dünnen Strahl, das Olivenöl dazu, bis ein sämiger Brei entsteht. Das fertige Pesto füllen Sie in kleine Schraubgläser und bedecken es mit etwas Olivenöl. Fest verschlossen können Sie das Pesto bis zu zwei Wochen im Kühlschrank aufbewahren. Natürlich eignet sich dieses nicht nur zum Selbergeniessen sondern auch als tolles Mitbringsel, wenn Sie zu einer Grillparty eingeladen sind.

Dieses Grundrezept kann man auf vielfältige Weise abwandeln. So können die Pinienkerne durch Walnüsse, Haselnüsse oder Kürbiskerne ersetzt oder statt der Petersilie schwarze, entsteinte Oliven oder getrocknete Tomaten verwendet werden.

Beitrag von: Redaktion gourmettipp.ch
Bild: shutterstock.com

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