Wer denkt, Avocado ist gleich Avocado, der irrt sich. Es gibt sage und schreibe 500 verschiedene Sorten dieser Frucht aus der Familie der Lorbeergewächse. Die bei uns bekannteste Sorte trägt den Namen „Hass“ und ist erkennbar an ihrer Eierform und der schwarz-violetten Schale. Und diese Frucht ist wahrlich ein Alleskönner!

Aufgrund ihres hohen Fettanteils hat die Avocado unter vielen gesundheitsbewussten Verbrauchern keinen guten Ruf. Zu Unrecht. Die Frucht ist nämlich sehr gesund und darf sogar während einer Reduktionsdiät auf dem Speisezettel stehen.

Ob „Hass“, „Ryan“, „Pinkerton“ oder „Edranol“: Obwohl sich die Sorten rein äusserlich unterscheiden, sieht ihr Fruchtfleisch ähnlich aus. Es ist grünlich bis hellgelb. Die Konsistenz vollständig ausgereifter Früchte ist leicht cremig. Das Aroma lässt sich mit „buttrig bis nussig“ recht treffend beschreiben. Übrigens: Die Bezeichnung „Frucht“ ist vollkommen richtig, denn botanisch betrachtet zählen Avocados zum Obst, genauer: zu den Beeren.

Was steckt unter der Schale?

Unter der oftmals nicht sehr ansehnlichen Schale einer Avocado-Frucht stecken wertvolle Vitamine. Neben den Vitaminen A, C, D, E, und K beinhaltet das Fruchtfleisch eine ganze Reihe wertvoller B-Vitamine sowie Folsäure. Darüber hinaus punktet der Exot mit einem hohen Gehalt an Mineralstoffen, wie Magnesium, Kalzium und Eisen.
Ein weiteres Plus ist der vergleichsweise hohe Ballaststoffgehalt. Pro 100 Gramm enthält die Avocado etwa 15 Gramm Fett. Das ist sehr viel. Aber: Es handelt sich hierbei fast ausschliesslich um ungesättigte Fettsäuren. Diese erwiesenermassen gesunden Fettsäuren sind bestens verdaulich. Sie wirken sich positiv auf den Cholesterinspiegel und das Herz aus.

Welche Früchte sollen in den Einkaufskorb?

Die wahrscheinlich schmackhaftesten Avocados stammen aus Südafrika. Sie haben dort von Mai bis September Hochsaison. Während dieser Zeit gibt es die kleinen Vitalstoffbomben auch bei uns zu kaufen. In den übrigen Monaten kommen die Avocados aus Israel und Südamerika nach Europa. Sollten die Früchte aus dem Gemüsegeschäft oder Supermarkt noch hart sein, stellt das kein Problem dar. Bei Zimmertemperatur reifen sie innerhalb weniger Tage nach. Sobald die Schale bei leichtem Druck nachgibt, ist die Avocado für den Verzehr bereit.

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Avocadocreme (Guacamole)

Wie wird die Frucht zubereitet?

Nach dem Aufschneiden sollte das Fruchtfleisch sofort mit Zitronensaft beträufelt werden. Essig geht notfalls auch. Damit verhindert man die unschöne braune Verfärbung. Avocado-Fruchtfleisch wird grundsätzlich roh verwendet. Kochen oder Braten setzt Bitterstoffe frei. Im Extremfall wird dann das gesamte Gericht ungeniessbar.
Tipp: Ein bis zwei Mal pro Woche ein leckerer Brotaufstrich aus Avocadocreme (Guacamole) oder ein Salat mit Avocados sind wahre Beauty-Booster. Die Vitamine A, C und E, sekundäre Pflanzenstoffe sowie die enthaltenen Mineralien spenden Haut und Haaren neue Energie. Der Teint strahlt rosig. Die Haare glänzen.

Artikel von: Redaktion gourmettipp.ch
Bild: shutterstock.com

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